Zahnlexikon

Wissenswertes über die Themen Zahnmedizin und Zähne.
Gesammelt von Ihren Zahnärzten Dr. Kirchner in Köln.

Wir haben für Sie einen Informationsbereich eingerichtet. Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen. Sie erfahren mehr zu unseren Behandlungsverfahren und der Pflege Ihrer Zähne. Sollten Sie zusätzliche Fragen haben, wenden Sie sich gern persönlich an uns. Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Gesundheit und Schönheit Ihrer Zähne.

Gepflegte Zähne und ein gesundes Gebiss sind für die meisten Menschen heute Selbstverständlichkeiten. Ihre Gesunderhaltung gewährleistet Schmerzfreiheit und eine einwandfreie Funktion. Dennoch sind unsere Zähne mehr als nur „Werkzeuge“. Sie sind Teil unserer Psyche und tragen wesentlich zu unserem allgemeinen Wohlbefinden bei. Weiße Zähne und ein strahlendes Lächeln signalisieren unserer Umwelt Gesundheit, Attraktivität und Sympathie. Dunkle oder schiefe Zähne, Lücken oder Deformationen werden dagegen häufig als Makel empfunden. Die kosmetische Zahnmedizin bietet eine Reihe schonender Therapieverfahren an, um dieses Problem zu lösen.
Bei der Airflow-Technik werden die Zähne von hartnäckigen Zahnbelägen, die durch das Zähneputzen nicht entfernt werden können, befreit. Auch lästige Zahnverfärbungen durch den Genuss von Tee, Kaffee oder Zigaretten werden so beseitigt. Die Airflow-Technik bietet einen Schutz gegen Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates), Karies und andere Zahnerkrankungen.

Gereinigt werden die Zähne mit einem Pulver-Wasserstrahlgerät. Dabei trifft ein mithilfe von Druckluft erzeugter Strahl aus Wasser, Salz und Sand auf die Zahnoberfläche. Durch die abreibende Wirkung von Sand und Salz werden Beläge und Zahnstein entfernt und Zahnverfärbungen aus der oberen Zahnschmelzschicht abgetragen. Trotz des Einsatzes von Druckluft ist diese Methode sanft und schmerzfrei.
- Neuraltherapie
Behandlung von Krankheiten und Schmerzen durch Injektionen von Mitteln zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetika). Sie dienen der Beseitigung von Funktionsstörungen im gesamten Organismus.

- Mund- und Ohrakupunktur
Setzen von Nadeln in die sogenannten Reflexpunkte von Mund und Ohr. Angewendet in der Zahnmedizin z. B. bei Kiefergelenksbeschwerden oder Würgereiz.
Amalgame beinhalten unterschiedliche Metalle, die zu unerwünschten Reaktionen wie z. B. Korrosion führen können. Bei Beschwerden entfernt man daher vorhandene Amalgamfüllungen und ersetzt sie durch Kompositfüllungen oder Inlays.
Unter Bleaching wird grundsätzlich das Bleichen der Zähne verstanden, wobei die Zähne um ein bis zwei Farbstufen erhellt werden. Dazu gibt es zwei Arten, die eine optische Aufhellung bewirken:

- schnelles Bleaching in der Praxis in einer Sitzung (ca. 1 Stunde)
- langsames Bleaching (14 Tage) durch den Patienten zu Hause

Beide Methoden sind wirkungsvoll. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Stärke der verwendeten Bleichmittel. Daher muss das schnelle Bleaching unter professioneller Kontrolle in der Praxis erfolgen.
Zu Hause verwendet der Patient eine erheblich verdünnte Bleichmittelvariante, die er in den von uns zur Verfügung gestellten Mengen jeweils in eine für ihn angefertigte Kunststoffschiene einfüllt und diese über Nacht trägt. Beim richtigen Umgang hat das Bleaching keine schädigende Wirkung auf die Zahnhartsubstanz.
Eine Brücke ist ein von den angrenzenden Zähnen getragener, fest sitzender Zahnersatz und dient der Versorgung von Zahnlücken. Die Brücke besteht aus Pfeilerzähnen, Brückenankern und Brückengliedern, die eine Brückenspanne bilden. Dabei können als Anker natürliche Zähne oder Implantate dienen.

Festsitzende Brücke:
Die Brücke wird fest einzementiert und ist nur unter Beschädigung vom Zahnarzt wieder herauszunehmen.
Herausnehmbare Brücke:
Gibt es meist in der Form einer Teleskopbrücke. Diese kann vom Patienten zur optimalen Mundhygiene selbst herausgenommen werden.

Es spricht vieles dafür, dass eine Brücke bei guter Pflege und einem stabilen Parodontalzustand (Zustand des Zahnhalteapparates) eine Lebenserwartung von vielen Jahren hat. Meist bedingt ein altersabhängiger Zahnfleischrückgang eine nicht mehr akzeptable Ästhetik bzw. kariesanfällige Stellen am freiliegenden Übergang von der Pfeilerkrone zum Zahnstumpf. Eine regelmäßige zahnärztliche Kontrolle ist ratsam.
Grundsätzlich können bei richtiger Technik und der entsprechenden Dauer mit beiden Hilfsmitteln gleichwertige Resultate erzielt werden. Allerdings „verzeihen“ die Elektrischen eher eine falsche Zahnputztechnik, da sie vieles automatisch „von alleine“ machen. Gerade Menschen, die bisher falsch geputzt haben, werden von einer elektrischen Zahnbürste profitieren. Selbstverständlich ist die richtige Zahnputztechnik nicht nur zu erlernen, sondern auch auf Dauer beizubehalten.

Kinder und Jugendliche werden (fast) immer eine elektrische Zahnbürste bevorzugen. Älteren Menschen nehmen sie Bewegungen ab, die diese häufig nicht mehr selbst durchführen können – gleiches trifft für behinderte Personen zu. Unter Kostenaspekten liegen die Handzahnbürsten eindeutig vorn, obwohl sich auch hier die Preise – sieht man einmal von der Grundanschaffung ab – immer mehr angleichen. Nicht etwa, dass die Ersatzköpfe der Elektrischen wesentlich billiger würden – neue Handzahnbürstenmodelle erreichen ohne Probleme den Preis der elektrischen Borstenköpfe.

Bei Patienten mit Zahnfleischerkrankungen zeigte sich in einer Langzeitstudie über 16 Monate kein Unterschied zwischen den beiden Systemen – vorausgesetzt, es wurde bei der Handzahnbürste mit der richtigen Technik geputzt. Beide Systeme – egal, mit welcher Technik und Ausdauer angewandt – können aber eines nicht: Den Zahn an allen Stellen vollständig reinigen. Hierfür müssen weitere Hilfsmittel angewandt werden, und oft kann nur eine professionelle Zahnreinigung in gewissen Abständen diesen Mangel beseitigen.
Acht von zehn Befragten geben an, unter einem Angstgefühl beim Zahnarztbesuch zu leiden. Eine häufige Ursache für die Ausbildung einer Zahnbehandlungsangst stellen traumatische Erlebnisse – häufig schon in der Kindheit – während einer Behandlung dar. Es kann auch vorkommen, dass Kinder aufgrund von elterlichen Erzählungen eine Angst entwickeln. Bei vielen Patienten steht jedoch das unangenehme Gefühl im Vordergrund, die Kontrolle abzugeben und dem Zahnarzt ausgeliefert zu sein. Auch die Scham, was Zahnarzt oder Assistenzkräfte von der präsentierten Mundsituation halten könnten, stoppt so manchen beim Gang zum Zahnarzt und löst Angst aus.

Um dieses Angstgefühl zu nehmen, wird primär versucht, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen und das Vertrauen des Patienten zu gewinnen. Eine weitere Möglichkeit ist die Akupunktur. Durch gezieltes „Nadelsetzen“ sollen sich Angst und Verspannung lösen. Des Weiteren können durch Hypnose Ängste gelöst werden. Außerdem gibt es die Prämedikation mit Tabletten – meist Psychopharmaka. Wegen der Suchtgefahr ist nur ein kurzzeitiger Einsatz vertretbar. Lachgas und auch Vollnarkose sind weitere Möglichkeiten, die wir allerdings in unserer Praxis aus Überzeugung nicht anbieten.
Die Zähne sollten nach dem Erbrechen nicht sofort geputzt werden. Der Zahnschmelz ist durch die Magensäure angeraut und gegen die Putzmittel der Zahnpasta besonders empfindlich. Lieber den Mund mit lauwarmem Wasser ausspülen und einen zuckerfreien Kaugummi kauen. Mindestens eine halbe Stunde mit dem Putzen warten.
Die Funktionsanalyse ist eine neue Methode der zahnmedizinischen und kieferorthopädischen Befunderhebung, Behandlungsvorbereitung und Therapiekontrolle. Dabei werden präzise Werte über die Lage der Kiefer im Schädel, über die Bewegung der Kiefergelenke und die Stellung der Zähne zueinander erhoben. Dieses Verfahren hat sich bewährt. Denn nur präzise erfasste Daten ermöglichen eine analytisch exakte Bewertung der individuellen Mund- und Kiefersituation. Die Ergebnisse der klinischen und instrumentellen Funktionsanalyse sollen den Behandlungserfolg optimieren. Darüber hinaus ist es aufgrund der ermittelten anatomischen Gegebenheiten möglich, eventuellen Belastungsschäden, z. B. Spätschäden in den Kiefergelenken, vorzubeugen.

Akute Beschwerden wie Kiefergelenksbeschwerden und Muskel- oder Gesichtsschmerzen können z. B. durch Fehlbelastungen der Zähne und der Muskulatur entstehen. Hier hilft die Funktionsanalyse, die Ursachen dieser Beschwerden zu finden. Entsprechend der Untersuchungsergebnisse wird dann die notwendige Therapie (Behandlung) eingeleitet. So kann in vielen Fällen mit Aufbisshilfen oder Okklusionsschienen Abhilfe geschaffen werden.

Die Anwendung der Funktionsanalyse bewährt sich bei:
- Restaurativen Maßnahmen wie Zahnaufbauten, Kronen, Brücken und Prothesen
- Erkrankungen der Kiefergelenke, z. B. Gelenkgeräusche (Reiben oder Knacken), Schmerzen und Einschränkung der Bewegungsmöglichkeiten
- Erkrankungen der Kaumuskulatur, Verspannungen und Schmerzen
- Erkrankungen des Zahnhalteapparates mit Fehlbelastungen, z. B. zur Herstellung von Aufbissschienen
- Umfangreicher kieferorthopädischer Behandlung, z. B. zur Herstellung eines Positioners
Wenn die natürlichen Zähne einmal fehlen, erhalten die meisten davon betroffenen Patienten herausnehmbaren Zahnersatz (Prothesen). Vielen dieser Patienten konnte durch die Einpflanzung (Implantation) künstlicher Zahnwurzeln (Implantate) geholfen werden. Je nach Lückenvorkommen und Anzahl der gesetzten Implantate kann oft sogar festsitzender Zahnersatz (Kronen und Brücken) verwendet werden – besonders für Patienten mit langer Zahnlosigkeit eine neue Lebensqualität.

Das Setzen der Implantate ist von verschiedenen allgemeinmedizinischen Voraussetzungen und vom Knochenangebot abhängig. Altersbegrenzungen gibt es nicht!
Ziel der professionellen Zahnreinigung ist die Prävention (Vorbeugung) von Karies und Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates). Dabei werden Zahnbeläge (Plaque) gründlich entfernt und damit zahnschädigende Bakterien im Mundraum minimiert. So können dort Krankheiten verhindert werden, die möglicherweise sonst zu unangenehmen und teuren Behandlungen führen. Es wird dabei vermehrt nach Anzeichen von Parodontitis (Parodontose) geschaut. Die Dentalhygienikerin kontrolliert deshalb z. B. zusätzlich noch, ob sich an den einzelnen Zähnen Taschen im Zahnfleisch gebildet haben oder ob einige Zähne locker sind.

Bestandteile der Prophylaxe sind:
- Air Flow
- Zahnversiegelung
- Fluoridierung
Inlays sind in einem Dentallabor gefertigte Einlagefüllungen. Ein Inlay wird in den präparierten Zahn einzementiert oder eingeklebt. Inlays sind eine hochwertige und langlebige Alternative zu Füllungen aus Amalgam, Zement oder Kunststoffen (Kompositen). Der Zahnarzt entscheidet sich dann für eine Inlay-Versorgung, wenn der Defekt noch nicht so groß ist, dass eine Krone notwendig wird. Man unterscheidet zwischen ein- und mehrflächigen Inlays – je nachdem, wie viele Seiten des Zahnes betroffen sind.
Immer mehr Menschen knirschen vor allem nachts mit den Zähnen. Wer morgens mit Schmerzen im Kiefergelenk aufwacht, hat vielleicht einen Teil seiner Alltagssorgen in der Nacht mit den Zähnen bearbeitet. Mit den Zähnen knirschen oder die Kiefer aufeinanderpressen sind unbewusste Reaktionen des vegetativen Nervensystems auf Stress und Belastung.

Aber auch Fehlstellungen im Kiefer, fehlende Zahnkontaktpunkte, zu hoch stehende Füllungen oder Kronen und Brücken können zum Knirschen führen. Dadurch wird auf alle Zähne übermäßiger Druck ausgeübt. Es können sich Knochentaschen ausbilden, Zähne können sich lockern. Aber insbesondere allgemeine Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Nackenverspannungen bis hin zu Rückenproblemen können ihre Ursache in einer Zahnfunktionsstörung haben.

Durch das Anfertigen einer Aufbissschiene aus Kunststoff kann der „Selbstzerstörungsmechanismus“ des Kausystems entkoppelt und Fehlstellungen in der Zahnreihe analysiert werden.
Eine Krone ist ein laborgefertigtes Werkstück, das über einen Zahn gestülpt wird. Kann ein Zahn aufgrund seines hohen Zerstörungsgrades oder seiner gesamten Fragilität (Zerbrechlichkeit) nicht mehr durch eine Füllung, ein Inlay oder eine Teilkrone wiederhergestellt werden, ist die Versorgung mit einer Krone erforderlich.

Kronen können ebenso eine Schutz-, Befestigungs- oder kosmetische Funktion haben. Künstliche Kronen überdecken kappenartig einen vorher unter lokaler Betäubung entsprechend beschliffenen Zahn. Auf dieser sogenannten Zahnpräparation wird im Labor die Krone gefertigt. Zwischenzeitlich wird der Zahnstumpf durch eine aus Kunststoff oder Metall geformte provisorische Versorgung geschützt.

Um eine harmonische Form, richtige Größe, Passgenauigkeit und Funktion der prothetischen Arbeit zu gewährleisten, sind bis zur Fertigstellung mehrere Abformungen der Zähne notwendig. Hierbei sind Genauigkeiten in der Größenordnung zwischen 20-50 Mikrometern erzielbar. Die fertige Krone wird dann nach Kontrolle der Ästhetik und Passgenauigkeit auf dem Zahnstumpf mit feinstkörnigem Zahnzement befestigt. Diese Verbindung ist so stark haftend, dass eine Abnahme der Krone ohne ihre Zerstörung nahezu unmöglich ist.

Die Wahl bezüglich des Materials, aus dem die Krone gefertigt werden soll, ist immer individuell zu entscheiden. Grundsätzlich müssen die für Kronen oder Brücken (siehe Stichwort Brücken) verwendeten Stoffe eine hohe physikalische Festigkeit, dabei aber eine gute Bearbeitungsfähigkeit besitzen.

Metalle:
Aus ihnen wird die ganze Krone oder der Unterbau gefertigt, auf dem dann die zahnfarbenen Kunststoff- bzw. Keramik-Verblendungen aufgebracht werden.
- Hochgoldhaltige Legierungen
- Nicht-Edelmetall-Legierungen
- Palladium-Legierungen
- Titan

Keramik:
Es wird meist als Verblendungsmaterial eingesetzt, findet aber auch als reinkeramische Krone im Frontzahnbereich Anwendung. Die Fixierung einer solchen Krone auf dem Zahnstumpf erfolgt nicht mit Zement, sondern mit Kunststoff. Keramik bewirkt durch ihr mögliches Farbenspiel, ihren Grad an Lichtflexion und ihre filigrane Formbarkeit eine fast perfekte Imitation der natürlichen Zahnkrone.

Teilkronen:
Ist ein Zahn nur halbseitig zerstört, so besteht die Möglichkeit, eine Dreiviertelkrone anzufertigen. Meist wird sich für dieses die Zahnsubstanz schonendere, jedoch etwas aufwendigere Beschleifen entschieden, wenn die äußere, sichtbare Seite des Zahns noch erhaltenswürdig ist. Beim Anfertigen dieser speziellen Krone und ihrer möglichen Materialien besteht in der Vorgehensweise kein Unterschied zu einer Vollkrone.
Die Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) wird im Anfangsstadium oft nicht erkannt. Ein leichtes Zahnfleischbluten oder ein leichter Rückgang des Zahnfleischsaums sind oft die ersten Symptome. Ursache dessen sind Bakterien, die sich unter anhaftenden Zahnbelägen oder festen Konkrementen (Ablagerungen) eingenistet haben und im Extremfall schwerwiegende allgemeine Krankheiten (Schlaganfall, Herzerkrankungen) begünstigen können.

Unbehandelt kommt es unweigerlich zu einem Fortschreiten der Entzündung des Zahnhalteapparates, Zahnfleischrückgang, Knochendefekten – Zahnlockerung und Zahnverlust können die Spätfolgen sein. Jeder Parodontosebehandlung geht eine genaue Diagnose und eine oder mehrere professionelle Zahnreinigungen voraus.

In vielen Fällen erreichen wir schon dadurch eine wesentliche Besserung der Symptome, dass in der professionellen Zahnreinigungssitzung (Dentalhygiene-Behandlung) die weichen und fest anhaftenden Beläge und Konkremente entfernt und die Zahnwurzeloberflächen geglättet werden. Dies erfolgt mittels Ultraschallbehandlung, kleinen Küretten, Polierern und Polierpasten.

Eine speziell dafür ausgebildete Prophylaxehelferin beseitigt die Beläge so schonend, dass in den meisten Fällen eine Anästhesie oder Oberflächenbetäubung nicht notwendig ist. Beschwerden nach der Behandlung sind äußerst gering. Die Mitarbeit unserer Patienten bei der häuslichen Zahnpflege wird geschult und ist ebenfalls von großer Bedeutung. Desinfizierende Spüllösungen oder lokal wirkende Chlorhexidin-Chips unterstützen die Behandlung.

Durch diese Maßnahmen wird den Bakterien der Nährboden entzogen und die Entzündung des Zahnfleisches kann zurückgehen. Ziel unserer Therapie ist ein entzündungs- und belagfreier Zahnhalteapparat.
Erinnerungsdienst
Untersuchungen haben ergeben, dass Schwangere häufiger unter Zahnproblemen leiden. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben. Durch die hormonelle Umstellung zu Anfang der Schwangerschaft wird eine Auflockerung des Mundgewebes verursacht.

Das Zahnfleisch kann dadurch anschwellen und giftige Bakterien-Stoffwechselprodukte können leichter eindringen. Zahnfleischbluten ist die häufigste Folge dieser Entwicklung. In so einem Fall ist keine falsche Vorsicht angebracht: Die Zähne sollten erst recht mehr als weniger geputzt werden.

Zusätzlich klagen werdende Mütter in den ersten Schwangerschaftswochen häufig über Übelkeit. Eine gründliche Zahnreinigung wird als unangenehm empfunden. Wiederholtes Erbrechen greift den Zahnschmelz an. Ein regelmäßiger Zahnarztbesuch alle 2-3 Monate hilft, krankhafte Veränderungen an den Zähnen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Auch sollte während einer Schwangerschaft eine ausgewogene Ernährung angestrebt werden. Selbst wenn Süßes häufig gegen die morgendliche Übelkeit wirkt, sollte der Zuckerkonsum dennoch eingeschränkt werden. Besser ist es, viel ballaststoff- und kohlenhydratreiche Kost, wie z. B. Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Reis zu sich zu nehmen. Die Zubereitung der Speisen sollte „al dente“ erfolgen; denn kräftiges und langes Kauen massiert auf natürlichem Weg das Zahnfleisch und drängt Entzündungen zurück.

Parodontitis als Auslöser einer Frühgeburt
Dass eine bakteriell ausgelöste Entzündung des Zahnbettes die Schwangerschaft vorzeitig beenden kann, gilt unter Experten mittlerweile als bewiesen. Danach ist es möglich, dass eine Immunreaktion auf die Parodontitis sowohl zu vorzeitigen Wehen als auch zum Sprung der Fruchtblase führen kann. Studien in den USA haben gezeigt, dass das Risiko einer Frühgeburt bei Frauen mit unbehandelten Zahnfleischerkrankungen um das Siebenfache erhöht ist. Deshalb sollten Schwangere, deren Zahnfleisch durch die Hormonumstellung ohnehin stärker durchblutet und weicher ist, Zähne und Zahnfleisch besonders gründlich pflegen, am besten mit weichen Bürsten und Zahnseide.

Säugling
Auch beim zahnlosen Baby ist eine kalziumhaltige Ernährung zur Ausbildung eines widerstandsfähigen Zahnschmelzes erforderlich. Die gesündeste und natürlichste Ernährung ist die Muttermilch, da sie außerdem – im Gegensatz zu vielen Fertigprodukten – den für die Zähne (fast) unschädlichen Milchzucker enthält. Wenn die ersten Zähnchen durchgebrochen sind, sollte auch beim Stillen mit einer (vorsichtigen) Mundpflege begonnen werden. Da ein richtiges Zähneputzen in diesem Alter noch nicht möglich ist, sollte man abends – vor dem zu Bett Gehen – die Milchzähnchen vorsichtig mit einem Wattestäbchen abwischen.

Nuckelflasche und Schnuller
Viele Babys beruhigt es, wenn sie etwas zum Nuckeln und zum Trinken haben. Doch Vorsicht: Mit dem Nuckeln wird zum einen das Problem sicher nicht gelöst, und zum anderen sollten stark zuckerhaltige Getränke, Obst- und Vitaminsäfte oder – noch schlimmer – Honigschnuller unbedingt vermieden werden. Der Zucker führt gerade durch die lange Einwirkungszeit zu einer ausgeprägten Karies.

Wenn das Nuckelfläschchen in „Notlagen“ unbedingt sein muss, dann bitte Flüssigkeiten ohne Zucker verwenden. Eine weitere Folge des regelmäßigen Nuckelns ist die Verformung des Ober- und Unterkiefers. Spätestens im 3. Lebensjahr sollte mit dieser „Unsitte“ aufgehört werden, da sonst dauerhafte Schäden zurückbleiben, die nur mit hohem Aufwand später kieferorthopädisch korrigiert werden können.

Eltern aufgepasst! Eltern sollten den Schnuller ihres Kinder nicht in den Mund nehmen. Denn dadurch besteht die Gefahr, dass Karieskeime auf das Kind übertragen werden. Wenn der Schnuller auf den Boden fällt, einfach mit Wasser abspülen, aber nicht ablecken. Nach Erkrankungen des Kindes sollte der Schnuller ausgetauscht werden. Gleiches gilt, wenn das Material abgenutzt ist.
Dies sind sehr dünne Keramikschalen, die im Labor individuell für den Patienten hergestellt und in der Praxis wie ein Laminat fest mit dem Zahn verbunden werden. Das Ergebnis ist ein perfekter optischer Eindruck. Sowohl die Zahnfarbe, als auch die Reflektion im Licht, die Zahnform und die Zahnstellung werden nach gründlicher Planung für den Patienten individuell nach seinem Willen gestaltet.

Das Ergebnis ist eine jüngere, attraktivere und sympathischere Wirkung. Eine weitere Optimierung kann durch die Vergrößerung der Lippenfülle und Korrektur von Plisséfältchen an der Oberlippe erfolgen. Auch die Höhe der Mundwinkelbewegung beim Lächeln kann beeinflusst werden.
Unsere Zähne werden durch Nerven und Blutgefäße versorgt, die sich in einer Höhle im Inneren des Zahnes befinden. Diese „Versorgungsleitungen“ können, z. B. durch Entzündung (Pulpitis), erkranken. In manchen Fällen lässt sich der Zahn dann nur noch durch das Entfernen des Nerven schmerzfrei erhalten. Die Entfernung, das Säubern und die anschließende Füllung der Wurzelkanäle wird Wurzelbehandlung genannt. Dabei hat ein wurzelbehandelter Zahn eine gute Prognose. Er wird zwar nicht mehr durch Blutgefäße ernährt und daher in der Substanz brüchig, doch deshalb wird man ihn mit einer Krone versorgen, damit er nicht zerbricht. Gelegentlich treten Verfärbungen auf. Diese können oft durch Bleichen des Zahnes rückgängig gemacht werden. Eine erfolgreiche Wurzelbehandlung ist ein wichtiges, zahnerhaltendes Verfahren.
Neue Untersuchungen belegen, dass das Risiko, ein untergewichtiges Kind zu gebären, bei Frauen mit einer Zahnfleischentzündung um das Siebenfache erhöht ist. Durch chronische Zahnfleischentzündung gelangen Substanzen in die Blutbahn, die vorzeitig Wehen auslösen können, was zu einem früheren Geburtstermin führt. In den USA nimmt man an, dass jede fünfte Frühgeburt durch eine entsprechende Zahnfleischbehandlung hätte vermieden werden können.
In den Zahnzwischenräumen der einzelnen Zahnreihen sammeln sich Plaque, Bakterien und Speisereste an. Wenn man sie nicht entfernt, verursachen sie Mundgeruch und verschiedene Erkrankungen der Zähne, wie z. B. Karies und Parodontitis. Zahnärzte empfehlen daher seit Jahren, die Zahnreinigung mit der Zahnbürste durch die Verwendung von Zahnseide zu ergänzen.

Denn beim normalen Zähneputzen werden nur etwa 70% des Zahnbelages entfernt. Der Rest sitzt an Stellen fest, die mit der Zahnbürste nur schwer erreicht werden. Hier kommt die Zahnseide zum Einsatz. Ihre Verwendung ist sehr einfach zu erlernen, sodass man Kindern schon zeitig den Umgang mit ihr zeigen sollte.

Um die Zähne effektiv mit Zahnseide zu reinigen, sollte sie in der Form des Buchstaben C um den Zahn geschlungen werden. Dann sollten einige Auf- und Abwärtsbewegungen ausgeführt werden, wobei darauf zu achten ist, nur bis kurz unter den Zahnfleischsaum zu arbeiten.